Von Jens Fink
Trotz eines für sie wenig erfreulichen Jahres 2011 zeigten sich die Liberalen in der Verbandsgemeinde zuversichtlich, dass es im neuen Jahr politisch wieder bergauf geht.
Nicht nur weite Teile der Gesamtbevölkerung, sondern leider auch die Basis der Partei seien von den Leistungen der FDP auf Bundesebene enttäuscht, denn Wahlversprechen seien einfach nicht eingehalten worden, bilanzierte Gemeindeverbandsvorsitzender Michael Stolpp. Derzeit stünden potentielle Interessenten der FDP eher abwartend gegenüber und leider sei auch die Zahl der Mitglieder auf VG-Ebene etwas rückläufig.
„Jedoch sind die liberalen Grundwerte und die daraus resultierenden Handlungsnotwendigkeiten eben in keiner anderen Partei zu finden“, betonte Stolpp. Es gelte nun, „in aller Gelassenheit solide Arbeit zu leisten und liberale Politik auf allen Ebenen wieder glaubwürdig zu vertreten“, betonte Stolpp. In der Landespolitik sowie vor Ort und der VG stelle sich die Partei gut dar, meinte Stolpp. Mit ihren Eingaben habe die FDP etwa erreicht, dass der VG-Rat eine Resolution gegen eine zweckentfremdete Verwendung der Brandschutzsteuer durch die neue Landesregierung verabschiedete.
Angesichts der demografischen Entwicklung wolle sich die FDP darum bemühen, ältere und ausländische Mitbürger noch stärker in die berufliche Welt zu integrieren. Nur so könne man eine leistungsstarke Gesellschaft erhalten. Einer im Zuge der Kommunalreform angedachten Kooperation mit der VG Stromberg erteilte Stolpp eine klare Absage. Denn eine kleinere VG Langenlonsheim sei wirtschaftlich und politisch einfach effizienter.
Die VG-Liberalen würdigten die großen Verdienste von Hans-Otto Wenski um den Ortsverband Windesheim, der von den dortigen Liberalen zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes ernannt wurde.